Einfallstellen bei Spritzgussteilen
Einfallstellen an der Formteiloberfläche sind Vertiefungen im Bereich von Materialanhäufungen. Einfallstellen finden sich häufig bei Wanddickenübergängen und an Stellen mit sehr starken Wandstärken. Durch Schwindungsprozesse während des Abkühlvorgangs kommt es bei starken Wandungen durch das Einfrieren der Randzonen zu Eigenspannungen der Formteilmitte und damit zu einer Einsackung der Außenschicht. Diese Verformungen werden als Einfallstellen bezeichnet.
Verbesserungen können je nach Konstruktion des Spritzgussformteils folgende Maßnahmen bringen:
- Das Wanddicken-Rippen-Verhältnis wird optimiert.
- Masseanhäufungen werden reduziert.
- Die Angussquerschnitte werden vergrößert, um das Nachdrücken von Material zu erleichtern.
- Die Angussanbindungen werden verkürzt bzw. die Düsenbohrung vergrößert.
- Die Anspritzpunkte werden an den großen Wanddicken angesetzt.
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Rippen sollten mindestens 30 % dünner sein als die Wand, auf der diese aufsitzt.
AntwortenLöschenEine Konstruktionsregel zum Wanddicken-Rippen-Verhältnis besagt: Die Dicke von Rippen und Stegen sollte nie mehr als 66 Prozent der dazugehörigen Formteilwanddicke betragen.
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